MCP Server
Model Context Protocol (MCP)
Ein MCP Server ist ein Programm, das Daten und Funktionen einer Anwendung über das Model Context Protocol (MCP) für KI-Modelle bereitstellt. MCP ist ein offener Standard, der ursprünglich von Anthropic entwickelt wurde. Man kann ihn sich wie einen universellen Anschluss für KI vorstellen: Statt für jede Software eine eigene Schnittstelle zu bauen, sprechen KI-Anwendung und Fachsystem über ein einheitliches Protokoll miteinander.
So funktioniert ein MCP Server
Das Zusammenspiel besteht aus drei Rollen. Der MCP Client, also die KI-Anwendung wie ein Chat-Assistent oder ein KI-Agent, stellt Anfragen an den Server. Der MCP Server legt fest, was die KI nutzen darf, zum Beispiel Daten lesen, Dokumente durchsuchen oder Aktionen auslösen. Dahinter liegt das eigentliche System, etwa eine Datenbank, ein Dateispeicher, ein E-Mail-Dienst oder ein ERP- und CRM-System. Dabei stellt ein MCP Server der KI typischerweise drei Arten von Fähigkeiten zur Verfügung: Tools sind Funktionen, die die KI aufrufen kann, zum Beispiel „Kontakt anlegen“ oder „Projektstatus abfragen“. Ressourcen sind Inhalte, die die KI lesen kann, etwa Dokumente oder Datensätze. Prompts sind vorgefertigte Arbeitsanweisungen für wiederkehrende Aufgaben.
Vorteile von MCP Servern
MCP Server, RAG und Agentic
MCP ergänzt andere KI-Bausteine sinnvoll. Während RAG (Retrieval-Augmented Generation) dafür sorgt, dass eine KI relevante Inhalte aus Dokumenten findet, regelt MCP den standardisierten Zugang zu Systemen und Funktionen. Besonders wichtig ist MCP für Agentic AI: KI-Agenten brauchen Werkzeuge, um nicht nur zu antworten, sondern auch zu handeln. MCP Server liefern ihnen genau diese Werkzeuge.
Sicherheit und Berechtigungen
Einsatz im Unternehmensalltag
Für projektorientierte Dienstleister eröffnet MCP neue Möglichkeiten: Ein KI-Assistent kann über einen MCP Server beispielsweise Projektstände aus dem ERP-System abrufen, Zeiten und Budgets prüfen oder Kundenkontakte im CRM nachschlagen, und das alles per Frage in natürlicher Sprache. Die Daten bleiben dabei im eigenen System, und das Unternehmen behält die Kontrolle darüber, was die KI sehen und tun darf.