Token
Ein Token ist die kleinste Texteinheit, mit der ein KI-Sprachmodell arbeitet. Das Modell liest und schreibt nicht Wort für Wort, sondern zerlegt Texte in solche Einheiten. Ein Token kann ein ganzes Wort sein, aber auch ein Wortteil, eine Silbe, ein Satzzeichen oder ein Leerzeichen. Kurze, häufige Wörter wie „und“ bestehen meist aus einem einzigen Token, lange oder seltene Wörter wie „Projektabrechnung“ werden in mehrere Token aufgeteilt
So funktioniert die Zerlegung in Token
Warum Token wichtig sind
Token bestimmen drei praktische Dinge. Erstens die Kosten: Anbieter rechnen die Nutzung von KI-Modellen in der Regel nach verarbeiteten Token ab, getrennt nach Eingabe und Ausgabe. Zweitens die Länge: Jedes Modell kann nur eine begrenzte Menge an Token gleichzeitig berücksichtigen, das sogenannte Kontextfenster. Es umfasst sowohl den Prompt als auch die Antwort sowie alle mitgegebenen Dokumente. Wird die Grenze überschritten, gehen Informationen verloren oder der Text wird abgeschnitten. Drittens die Geschwindigkeit: Je mehr Token verarbeitet und erzeugt werden, desto länger dauert die Antwort.
Token im Zusammenspiel mit anderen KI-Bausteinen
Das Kontextfenster ist begrenzt, deshalb ist es sinnvoll, nur die wirklich relevanten Inhalte mitzugeben. Genau das leistet RAG (Retrieval-Augmented Generation): Statt ganze Dokumentenarchive in den Prompt zu packen, werden nur die passenden Textstellen ausgewählt, was Token spart und die Antwort präziser macht. Auch bei Agentic AI spielen Token eine große Rolle, da Agenten über viele Zwischenschritte arbeiten und dabei entsprechend viel Text verarbeiten. Und wer KI-Funktionen über ein SDK in eigene Anwendungen einbindet, kann dort den Token-Verbrauch erfassen und begrenzen.