Generative KI
Generative KI bezeichnet KI-Systeme, die neue Inhalte erzeugen, statt vorhandene nur zu analysieren oder zu sortieren. Dazu gehören Texte, Bilder, Audio, Videos, Tabellen und Programmcode. Die Inhalte entstehen aus Mustern, die das Modell zuvor in großen Datenmengen gelernt hat. Generative KI ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz.
So funktioniert generative KI
Das Modell lernt im Training, wie bestimmte Inhalte aufgebaut sind und welche Elemente typischerweise zusammengehören. Bei einer Anfrage erzeugt es daraus ein neues, passendes Ergebnis. Für Texte übernehmen das Large Language Models (LLM), für Bilder meist spezialisierte Bildmodelle. Moderne Systeme sind multimodal, sie verarbeiten also Text, Bild und Ton gemeinsam. Die Steuerung erfolgt über den Prompt.
Abgrenzung zur klassischen KI
Klassische KI trifft vor allem Entscheidungen oder Vorhersagen, etwa ob eine Rechnung auffällig ist oder wie sich der Umsatz entwickelt. Generative KI dagegen produziert etwas Neues, zum Beispiel einen Berichtsentwurf. Beide Ansätze ergänzen sich im Unternehmen sinnvoll.
Chancen und Risiken
Generative KI spart Zeit beim Entwerfen, Zusammenfassen und Strukturieren und senkt die Einstiegshürde für viele Aufgaben. Zu den Risiken zählen fehlerhafte Inhalte durch Halluzinationen, mögliche Datenschutzprobleme bei der Eingabe vertraulicher Informationen sowie offene Fragen zum Urheberrecht. Generierte Inhalte sollten deshalb immer geprüft werden.
Einsatz im Unternehmensalltag
Typische Anwendungen sind Textentwürfe für Angebote und Mails, Zusammenfassungen von Protokollen und Projektakten, Übersetzungen oder die Aufbereitung von Daten in verständliche Berichte. Klare interne Regeln, welche Daten eingegeben werden dürfen, und die Kennzeichnung KI-gestützter Inhalte schaffen dafür Sicherheit.